Von Laurence Stern
wurde dieser Roman 1760 veröffentlicht und ist doch so modern wie nur
irgendwas. Nur noch Flann O´Brien hat es geschafft, so eine völlig
abstruse Geschichte zu erzählen und sich dabei andauernd selbst zu
unterbrechen, abzuschweifen, sich in Gedanken zu verlieren und
immer wieder ganz wo anders zu landen.
Dabei sind gerade diese Abschweifungen und Unterbrechungen das Salz in
der Suppe dieses Romans, denn er
schreibt über das Leiden und die Not
des Schriftstellers, der mit Worten, Bildern und Charakteren ringt; er
sinniert über seine Leserinnen und Leser, die
lesen müssen, was er
schreibt, und sorgt sich immer wieder darüber, ob sie wohl auch in der
richtigen Verfassung sind, das aufzunehmen, was er schreibt. Er ermahnt
sie zu Konzentration, zum Mitdenken, zur Ernsthaftigkeit, und einmal
schickt er sie auch auf die Toilette, damit sie sich
nicht von dem Druck
in ihrer Blase vom Lesen ablenken lassen.
Ein skurriles, beinahe schrilles Buch, dem man sein Alter wirklich nicht
anmerkt, und das immer wieder die Lachmuskeln in Bewegung setzt.
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