Das dichterische Werk deutet sich von innen her an.
Poetische Sprache ist ein wunderbar erkenntnisreiches Licht, das
den Dichter von innen erhellt und durch ihn nach außen scheint. Worte jedoch sind materiell, innere Sicht leuchtet hell ...
Das Bestreben des authentischen Dichters beruht einzig darin, das
poetische Licht, welches auf der Ebene der Intuition in ihm aufscheint, möglichst rein und klar zum Ausdruck zu bringen.
Ein nicht endender Akt der Verfeinerung, indem der Dichter sich jeglicher Verstandes-Überlagerung durch sein persönliches Ich bewusst wird, anhaftende Ich-Aspekte auflöst und gleichsam einfließt in die Weite der Anschauung, den Fluss der unbegrenzten Wahrnehmung. In der Tat eine Geburt ...
Eine ungeteilte Öffnung und Hingabe für die Vollkommenheit und Schönheit der inneren Sicht - ein nicht endendes inneres Aufhorchen. Der
authentische Dichter wird zum freien und ungetrübten Kanal des Absoluten. Ein anhaltender Kraftstrom poetischer Inspiration sprudelt schöpferisch aus ihm hervor, um das Bild des Wirklichen zu erweitern und abzurunden.
Poesie hebt an ... Das enge Verstandesdenken im Rahmen des persönliches Ich ist mit ihr auf erfrischende Weise nicht mehr denkbar. Poetische Erkenntnis führt zur Bewusstheit im Hier und Jetzt, zur vollen Achtsamkeit auf dem starken Fundament der inneren Stille.
Authentische Dichtung ist der Kultur höchstes Gut, da sie den Menschen mit seiner Wurzel verbindet.
Als der Mensch geboren,
etwas verloren ...
Die Welt taucht ein
in Illusion und Schein.
Muss nicht alles sich verlieren,
um neu sich zu gebieren?