Fußball auf der Alm
Jetzt war die Heuernte in der Scheune drin
und den Burschen kam der Sport wieder in den Sinn
Von Stemmen und Fingerhakeln hatte man genug
Fußball war jetzt mal am Zug
Auch wenn
Mann war begeistert von Bayern-München
das Wissen über die Regeln ließ etwas zu wünschen
Für Sportskleidung hatte man
schnell Ersatz
Karohemd und Lederhose trug hier jeder Fratz
Mit ein bißchen Überredungskunst beim Wirt
war man gleich mehr als zu viert
Man bekam schnell Spieler zu viel
obwohl man nur elf braucht für ein
Spiel Die Entscheidung brachte eine Keilerei
und es entstand eine Auslese dabei
denen dabei die Nase blutete oder brach
zogen sich zurück in ihrer Schmach
So entschied das Gesetz der Natur
spielen darf der Stärkere nur
Die anderen in der Reserve standen
oder sich als Zuschauer wiederfanden
Im Nachbardorf hatte man davon gehört
und hatte sich gleich daran gestört
Man stellte gleich eine Mannschaft auf
Kandidaten gab es auch hier zu hauf
Jetzt brauchte man ein Feld fürs Spiel
große Auswahl hatte man
nicht sehr viel
Die Wiesen ums Dorf waren übersät mit Steinen
sie herausschleppen reizte aber keinen
So hatte man sich für die Enzianalm entschieden
und ist bei dieser Wahl geblieben
Sie war von den Kühen glatt gemäht
und fürs Nachbessern war's nie zu spät
Die Kuhfladen störten keinen Mann
die kannte man von kleinem an
Daß ein Buckel in der Wiese war
war gleich jedem Spieler klar
Man muß dabei verstehen
man konnte die andere Seite knapp sehen
Und es schwer war für die Verteidigung
wenn der Sturm angriff mit Schwung
der Situation war für beide Seiten gleich
da würde jede Verteidigung weich
Soll der Gegner nur kommen
dann wird er von den Beinen genommen
Hier galten die Regeln
vom Pferdestall
und die kannte jeder überall
"Denn wenn ein Pferd dich mal haut,
egal , man hat ja eine dicke Haut"
Ein Schiedsrichter mußte herbei
man fragte den Pfarrer von der anderen Pfarrei
Er zögerte ,willigte aber ein
war sein wissen über Fußball klein
Doch ein Kirchenmann bei einem spiel
war wirklich nicht zu viel
Denn man sollte verstehen
er konnte einen mit Sakramente versehen
Man wollte für alle Fälle gerüstet sein
und die Marie-Louise sollte, wenn auch zum Schein
erste Hilfe leisten gleich Vorort
mit ihrem Notkasten und das sofort !
Mann schleppte Balken auf die Alm hinauf
und man baute so die Tore auf
Die Masse wusste man nicht genau
das stoerte sowieso keine Sau
Hauptsache dass beide Rahmen gleich waren
sonst bekaeme man sich mit dem Gegner in die Haare
Man hat noch ein paarmal nachgemessen
und das Resultat war angemessen
das Feld wurde mit Kalk gezeichnet ganz herum
die Linien waren ein bißchen krumm
Das störte jedoch niemand
Präzision war hier unbekannt
Was man noch brauchte waren Fußballschuhe
und man ließ dem Schuster keine Ruhe
Er baute an die Schuhe Stollen dran
so daß man nicht mehr rutschen kann
Jetzt teilte man die Spieler ein
der Wastel kam ins Tor hinein
Er ist so breit wie zwei
"An dem kommt keiner vorbei!"
Der Beste für die Verteidigung
war Sepl ,dem Maier sein Jung
Der konnte mit bloßem Arm
eine Kuh fangen auf der Alm
Die Zwillinge vom Mueller Klapp
machen auch nicht schnell schlapp
und sollten dem Wastl beistehen
daß keine Bälle hineingehen
So war die Verteidigung komplett gestaltet
und es war wichtig nun wie man den Sturm verwaltet
Es ging nicht drum ob man gut war im Raufen
hier mußte man schnell können laufen
Die drei Buben vom wirt waren dafür gut
Die konnten laufen wie Hasen ohne Mut,
wenn sie gemacht hatten einen Spaß
den man so schnell nicht vergaß
den Rest setzte man in die Mitte
und wiederholte mehrmals die Bitte
mit dem Ball nur nach vorne zu rennen
Regel brauchten sie nicht zu kennen
So war die Mannschaft aufgestellt
Man hat die beste Elf dieser Welt
Körperlichen Training machte man nie
doh beim Bier redete man über Spielstrategie
Das ganze Dorf fieberte nun auf den Tag
um zu gewinnen wie man es mag
Sollen die Anderen nur trainieren
sie werden so wie so verlieren
Sie Wetten standen zehn zu eins ,klar!
Für ihre Jungs, das ist wahr
und es zweifelte keiner daran
daß man ein Spiel verlieren kann
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