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Das Wissen der Menschheit auf Shvoong zusammenfassen

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Kleider machen Leute

von : annycat     

Autor : Gottfried Keller
Leute machen Kleider – eine vollkommen logische Feststellung für den Schneider Wenzel Strapinski aus Seldwyla. Doch was es
bedeutete, wenn Kleider Leute machten, würde er erst an einem unfreundlichen Novembertag, an dem er auf dem Weg nach Goldach war, erfahren. 
Strapinski war nicht schlecht gekleidet, aber trotzdem bettelarm und deshalb freute er sich, als er auf dem Weg nach Goldach von einer Kutsche mitgenommen wurde, die ansonsten leer war. So kam es, dass wenige Zeit später diese vornehme Kutsche vor dem Gasthaus „Zur Waage“ hielt und ein elegant gekleideter Herr ausstieg. Der Wirt, der sich vor Freude fast überschlug, führte den Gast ohne zu fragen an einen Tisch und ließ ihm die besten Speisen servieren. Der Schneider, ganz überrascht und schüchtern, hatte eigentlich nur seines Weges gehen wollen und traute sich nicht den Wirt aufzuhalten.
Bald machte der Schneider Bekanntschaft mit den angeseheneren Bürgern der Stadt, die ihn den Grafen Strapinski nannten. Der Schneider, der sich dieses Verhalten nicht erklären konnte, wurde schon bald eingeladen, mit den Herren auf dem Gut des Amtsrats dessen neuen Wein zu testen. Da er hoffte, dort der Gesellschaft zu entkommen und seinen Weg fortsetzten zu können, nahm er an.
Doch etwas hinderte ihn an seinem Vorhaben: die schöne unverheiratete Tochter des Amtsrats, Nettchen. Er blieb also doch länger in dem Dorf, ohne jedoch jemanden aufzuklären, wer er war, und warb um Nettchen, die ihm tatsächlich sehr zugetan war. 
Doch das Geheimnis des Grafen Strapinski blieb nicht unentdeckt und konnte ihm immer noch oder gerade jetzt zum Verhängnis werden…
 
Veröffentlicht am: August 26, 2007
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