Für alle Harry-Potter-Süchtigen: hier ist die deutsche Antwort auf den Welterfolg! Die Rede ist natürlich von “Laura und das Geheimnis von Aventerra“, dem ersten von fünf Bänden um die geheimnisvollen Hüter des Lichts und ihren Widersacher auf Aventerra, dem dunklen Fürsten Borboron. Aventerra ist die Parallelwelt zur Erde, von der nur wenige Eingeweihte etwas wissen und die von allerhand seltsamen Gestalten bevölkert wird, unter anderem auch von wilden Swuupies und Zweihörnern und vielen anderen fantastischen Wesen. Aber auch Menschen
leben auf Aventerra, und diese sind in zwei Fraktionen aufgeteilt, von denen die eine Elysion, dem Hüter des Lichts und die andere dem oben erwähnten schwarzen Fürsten dient und an dessen Sache glaubt. Dem Guten soll auch Laura dienen, die Hauptgestalt dieses spannenden Romanes. Seit ihr Vater auf mysteriöse Weise verschwand, leben sie und ihr (ober)kluger Bruder Lukas bei ihrer Stiefmutter, mit der sie sich jedoch
nicht im Geringsten verstehen. Außer in den Ferien verbringen sie ihre Zeit daher im Internat Ravensteind, das von dem weisen Professor Morgenstern geleitet wird. Bis zu ihrem 13. Lebensjahr gibt es in Lauras Leben keine besonderen Vorkommnisse, vom Verschwinden ihres Vaters und dem frühen Tod ihrer Mutter einmal abgesehen. Doch
dann ändert sich alles. In der Nacht zu ihrem 13. Lebensjahr taucht plötzlich ihr Vater bei ihr im Zimmer auf und erklärt ihr hastig, sie wäre eine Hüterin des Lichts und müsse eine wichtige Aufgabe im Kampf gegen das Böse übernehmen. Sie solle zu Professor Morgenstern, ihrem Schulleiter gehen, der würde ihr alles erklären und in der Bibliothek des Internats nach einer geheimen Öffnung suchen, dort habe er ihr etwas hinterlegt, dass ihr helfen würde. Dann verschwindet Marius ebenso plötzlich wieder, wie er gekommen ist. Laura ist völlig verwirrt. Und entsetzt. Denn ihr Vater hatte einen schrecklichen Anblick geboten, war vollkommen abgemagert und starrend vor Dreck gewesen und von den Spuren schwerer Folterungen gezeichnet und verwundet. Als sie Lukas von ihrem Erlebniss erzählt, glaubt er ihr natürlich zuerst kein Wort, doch bald schon zweifelt er nicht mehr an ihrer Aussage, denn die Beiden werden, kaum zurück auf Burg Ravenstein, augenblicklich hineingerissen in einen Strudel von gefährlichen Ereignissen, in deren Verlauf Laura in den Kreis der Hüter des Lichts aufgenommen
wird und von ihren besonderen F#higkeiten erfährt, der Gabe des Gedankenlesens, des Traumreisens und der Telekinese. Doch natürlich sind all diese Begabungen noch völlig unausgebildet und Laura muss noch viel lernen, bevor sie den Versuch wagen kann, ihre geheime Mission erfüllen und dem Guten wenigstens für eine kurze Zeit lang zum Sieg zu verhelfen. Zur Seite stehen ihr dabei zwei ihrer Lehrer, der Telekinesemeister Professor Morgensten und natürlich ihr Bruder :Lukas und ihre beste Freundin Kaja. Zudem ist da noch das geheimnisvolle Objekt aus der Bibliothek, das sie nach einigen Abenteuern bergen kann und das sich schließlich als der flüsternde Nebel Rauenhauch herausstellt. Doch selbst all diese Gefährten schaffen es kaum, Laura vor den unzähligen Gefahren zu beschützen, die ununterbrochen auf sie einstürmen, denn nicht nur von Aventerra droht Gefahr. Auch in Ravenstein selbst gibt es Lehrer, die sich dem dunklen Herrscher verschrieben haben und die mit aller Macht zu verhindern suchen, dass Laura ihren Auftrag zu Ende führen kann. Und schließlich gelingt es ihnen, sie ohne das Wissen ihrer Freunde einzusperren und ohne jede Aussicht auf Rettung festzusetzen und dabei geht doch in wenigen Minuten die Sonne auf und dann ist alle Hoffnung verloren...
Dieses Buch und auch seine Folgebände sind wirkliche Meisterwerke der Jugendliteratur, spannend und abwechslungsreich, so dass man garnicht mehr aufhören kann zu lesen und am Ende eines Buches sofort das das nächste lesen möchte. Auch wenn die Reihe nicht ganz an Harry Potter heranreicht, ist sie doch ein wunderbarer Ersatz für die lange Wartezeit zwischen zwei Bänden und bietet überraschend viele schöne Einfälle und unerwartete Wendungen.
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