Der Autor dieses Buches wurde einmal als der wahre Erbe der großenKrimiautoren wie Chandler, Macdonald oder Parker bezeichnet. Und dasmit Recht. Der Leser, der sich nach den alten und viel geliebtenDetektivgeschichten sehnt, der findet hier eine moderne Fortsetzungdieser Literaturgattung mit harten Männern und echter Gerechtigkeit,mit wahren Freunden und fiesen Verbrechern. Ein Privatdetektiv isteinem Mann auf der Spur, der seine ehmalige Klientin
zum Selbstmordgetrieben hat. Dadurch
wird der Detektiv selbst zu einem Angriffsziel.Aber er hat Freunde: eine Detektivin - ihr Opa ist ein Mafiaboss, undeinen Waffennarr, früher Soldat, - er genießt ein hohes Ansehen bei denGangstern. Es
gelingt ihnen zusammen eine Gruppe von Menscheaufzuhalten, die durch Manipulationen und Erpressung an andererMenschen Geld kamen
bzw. kommen wollten. Das Buch ist nach allen Reglnder Kunst geschrieben und nur das Entstehungsdatum und einige Tatsachenim Text geben dem Leser zu verstehen, dass sich die Handlung
nicht inden 30ern des letzten Jahrhunderts abspielt, sondern in der heutigenZeit. Manche Schriftsteller versuchen ihre Geschichten mit modernentechnischen Mitteln aufzupeppen, aber ihnen gelingt das nicht, wasDennis Lehane mit seinen einfachen, ohne technischen bzw.kriminalistischen Schnickschnack, Mitteln erreicht; gerade durch dieseEinfachheit wird die Geschichte dem Leser näher gebracht. Die Spannungwird hier nicht durch unnötige Details verhindert, sich aufzustauen, umsich dann zum richtigen Zeitpunkt zu entladen. Und bis zum Schluß istman sich nicht sicher, dass man die Hintermänner kennt bzw. dieHIntergründe des Geschehens richtig verstanden hat. Ein Buch, das auchvon Chandlers sein kann, ist aber nicht. Und das ist gut so!
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