“Die Art von kleinem Mann, den man niemals ernst nehmen kann.“ So beschreibt einer der Hauptakteure Hercule Poirot, einen
von Agatha Christies berühmtesten Charakteren, in dem Buch „Mord im Orientexpress“. Aber wir wissen natürlich, dass er ernst genommen werden sollte und wenn man es jetzt noch
nicht weiß, wird man davon überzeugt sein, bevor man nur die Hälfte des Buches gelesen hat.Poirot reist in dem berühmten Zug quer durch Europa in die Heimat und ist überrascht, wie voll der Zug ist (der Zug von Istanbul nach Calais) und erstaunt über die Vielfältigkeit der Persönlichkeiten in der Fremde. Diese Persönlichkeiten werden durch Christies lebendige Vorstellungskraft auf wundervolle Weise zum
leben erweckt. Sie versteht es, Humor und Täuschung miteinander zu verweben. Poirot is besonders fasziniert von einem großen, böse aussehenden Amerikaner, Ratchett, der den belgischen Detektiv später um Schutz bittet. Er erklärt, sein Leben werde bedroht. Poirot glaubt dem Mann nicht und weist ihn ab. Später am nächsten Tag wird Ratchett tot in seinem Abteil gefunden, mit ganzen 12 Stickverletzungen. Es entwickelt sich ein rätselhafter Fall, in dem Poirot auf die Hilfe eines Dr. Constantine aus dem Nachbarabteil und die seines alten Freundes M Bouc, einem Angestellen im Orient Express, angewiesen ist. Zusammen strengen sie ihre grauen Zellen an und versuchen, die verwirrende Fülle an Indizien zu verstehen. „Mord im Orientexpress“ ist eine fesselnde Geschichte mit einer befriedigenden Wendung am Ende. Zeitgenössische Kriminalautoren können eine Menge von Agatha Christie lernen.