Beschweren sich Heilige bei Lebenden über den Liegeplatz ihrer Gebeine, und suchen sie zu diesem Zweck junge, überspannte, Klosterbrüder mit Visionen in Form von Anfällen heim? Anfang Mai hat Bruder Cadfael, der nach einem sehr bewegten Leben beim ersten Kreuzzug und auf See, inzwischen bereits seit fünfzehn Jahren den Kräutergarten der Benediktinerabtei in Shrewsbury pflegt, mit seinen Pflanzen zu viel zu tun, um sich auch noch um solche Affären zu kümmern. Da im Herbarium so viel Arbeit ist, werden Cadfael zwei junge Helfer zur Verfügung gestellt, Bruder John und Bruder Columbanus. Bruder Columbanus ist ein überspannter und überempfindlicher Mann, der bei einer Kapitelversammlung der Mönche einen Anfall erleidet und zusammenbricht. Um ihn zu heilen, wird er von einigen Mönchen begleitet, zu einer Quelle gebracht, die angeblich unter dem Schutz der
heiligen Winifred steht. Schließlich ist die Heimat der Heiligen, Wales,
nicht weit. Von dort kehrt Columbanus scheinbar gestärkt und vollkommen genesen zurück. Das ist für Prior Robert ein Wunder und ein Fingerzeig der Heiligen, die durch dieses Wunder, dass sie an einem der Brüder der Abtei gewirkt hat, die Klosttergemeinschaft darum bittet, aus ihrem verwahrlosten Grab in Wales von den Brüdern in eine würdige Ruhestätte in der Abtei gebracht zu werden.
Zu der Abordnung, die sich nach Wales aufmacht, gehört der Waliser Bruder Cadffael auch und
zwar als Übersetzer. Die Einwohner des Ortes, in dem die Heilige ihre letzte Ruhe
gefunden hat, nehmen die Möncche freundlich auf und zeigen auch ein gewisses Verständnist für deren Anliegen. Doch ein Mann Namens Risiard leistet Widerstand gegen den Plan des Priors, die heilige umzubetten. Als der Mann zu einer vereinbarten Unterredung nicht erscheint, wähnt sich der Prior schon am Ziel, denn welches Gewicht können die Argumente eines wortbrüchigen Mannes schon haben. Schließlich beginnt eine Suche nach dem Mann. Und Risiard wird ermordet auf einer Waldlichtung entdeckt.
Auch ein Verdächtiger ist bald gefunden. Engelard, ein junger Mann, der in die Tochter des Toten verliebt ist, diese aber nicht haben kann, weil der Vater sie schon einem anderen versprochen hat, taucht kurz nach dem Suchtrupp auf der Lichtung auf. Außerdem steckt ein Pfeil mit Engelards Zeichen im Rücken des Toten.
Nur der kampferfahrene Bruder Cadfael ist sofort mißtrauisch, denn die Stelle, an der Risiard ermordet wurde, ist denkbar ungeeignet für den Angriff durch einen Bogenschützen. Risiards Tochter erlaubt Cadfael den Leichnam zu untersuchen. Dabei findet dieser heeraus, dass der Pfeil nicht die Todeesursache gewesen ist. Risiard ist mit einem Dolch erstochen worden.
Zwar findet Cadfael heraus, wie Engelards Pfeil in den Rücken des Leichnams gekommen ist, aber damit ist der wahre Täter noch keineswegs gefunden. Die Nachforschungen kommen zm Stillstand. Daher entschließt sich Bruder Cadfael dem Mörder in der Dorfkirche eine Falle zu stellen. Zwar wird der Plan nicht ganz genauso ausgeführt, wie der Benediktinermönch ihn angelegt hat, aber diese Abweichung erweist sich schließlich als die einzige, wenn auch winzige, göttliche Fügung in dieser Angelegenheit. Denn am nächsten Morgen haben alle bbeteiligten Personen ihren angemessenen Platz gefunden oder kehren zu ihm zurück. Und dies gilt für die Lebenden wie für die Toten.
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