Bruder Cadfael denkt in der Kapitelversammlung der Benediktinermönche von Shrewsbury über das Jahr 1138, das zu ende geht, nach. Es sccheint besser aufzuhören, als es begonnen hat. Denn die direkte Bedrohung von Stadt und Kloster durch die Wirren des Bürgerkriegs sind zunächsst abgewendet. Doch dann teilt Abt Heribert den Mönchen mit, dass er sofort
zum englischen Kirchenkonzil aufbrechen muss, bei dem auch Über die Führung der Abtei entschieden
werden soll. Das bedeutet, dass das Kloster komissarisch von Prior Robert und seinen Gefolgsleuten geleitet wird. Und es bedeutet, dass wichtige Entscheidungen vertagt werden müssen. Dies gilt u. a. für den Vertrag, den Master Bonel, ein wohlhabender Gutsbesitzer mit dem Klostter schließen will. Danach sol die Abtei von Shrewsbury Bonels Landgut erhalten, im Gegenzug erhält der Mann für sich und seine Familie lebenslanges Wohnrecht und Verssorgung im Schutz des Klosters. Obwohl der geplante Vertrag
nicht ratifiziert werden kann,
wird Bonel und seiner Familie die Übersiedlung in ihr neues Heim gestattet, denn es gibt keinen Grund an dem Zustandekommen der Vereinbarung zu zweifeln.
Zunächst ist alles in Ordnung. Cadfael kann mit seiner Arbeit sehr zufrieden sein. So kommt auch jenes Eisenhutöl, das Cadfael in seinem Herbarium hergestellt hat, erfolgreich bei Massagen zum Eiinsatz. Obwohl es äußerlich angewendet für Knochen und Gelenke ein Segen ist, muss Cadfael vor diesem Mittel warnen, denn innerlich darf es nicht zum Einsatz kommen, da es hochgradig giftig ist.
Zum Mittagessen schenkt Prior Robert Master Bonel einen Teil eines köstlichen Rebhuhns. Das Gericht wird wie die anderen Speisen für die Familie von Bonels Diener abgeholt. Kurzew Zeit später werden Bruder Cadfael und der Bruder Krankenpfleger in das neue Heim der Familie gerufen, da es dem Hausherrn sehr schlecht geht. Schon die Schilderung der Symptome lässt Cadfael vermuten, dass es auch um seine Ehre als Heiler geht, dass die Tat ein Mordanschlag ist, der mit dem Eisenhutöl verübt wurde, das er hergestellt hat. Er kann das Gift auch tatsächlich durch dessen Geruch identifizieren. Es gelingt ihm aber nicht den Mann zu retten.
Für den Landrat steht schnell fest, wer der Täter gewesen sein muss, und er beginnt umgehend damit, den Verdächtigen zu jagen. Da Cadfaels Bedenken den Landrat nicht erreichen, macht sich Cadfael auf eigene Faust daran, den Fall zu lösen. Es beginnt eine spannendes Versteckspiel mit Verwechslungen und Zufällen, und auch die suche nach dem Giftfläschchen und allen wichtigen Tatsachen wird ebenso aufregend geschildert.
Und wie in vielen Fällen, die Cadfael zu lösen hat, scheint auch diesmal die göttliche Fügung einen wesentlichen Anteil an der Aufklärung des Falls zu haben. So wird der Landrat von König Stephen eingeladen und Cadfaels Freund, Hugh Beringar, wird als sein Stellvertreter mit den weiteren Ermittlungen betraut. Cadfael wird von Prior robert für seinen Einsatz in diesem Fall, der sich zu sehr außerhalb des Klostters abspielt, bestraft, indem er zu den Schäfern geschickt wird, wo er einen der beiden Brüder pflegen muss. Doch bringt ihn dieser Außeneinsatz, der ihn von diesem Fall wegführen soll, bringt ihn jedoch unversehens in die Nähe des umstrittenen Landguts und damit auf Tuchfühlung mit der Vorgeschichte derjenigen, die in diesen Fall verwickelt sind.
Es ist spannend zu lesen, ob Edwin der enterbte Stiefsohn, Meurig der uneheliche Sohn, der zumindest nach englischem Recht nicht erbberechtigt ist, Aelfric, der durch Master Bonel seiner Freiheit beraubt worden ist oder eine andere Person der Mörder ist. Außerdem wird den Cadfaelfans, die dieses Buch zum ersten Mal lesen, der unverhoffte Einblick in die Vergangenheit des Benediktinermönchs gefalen, den Ellis Peters ihnen in diesem Band gewährt. Und auch die Frage nach der Leitung des Klosters bleibt bis zuletzt offen.
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