Der Glückliche Tod.
Albert Camus Romanheld Patrice Mersault ist auf der Suche nach dem Glück. Zunächst steht im das Geld im Weg, besser gesagt, dessen Abwesenheit. Doch dann ergibt ein Ausweg aus der Armut. Über seine geliebte Marthe lernt er einen an den Rollstuhl gefesselten Mann, der über ein Vermögen verfügt, kennen. Der klärt Patrice darüber auf, dass Geld und freie Zeit die Grundlage des Glückes sind. Obwohl er an den Rollstuhl gefesselt ist, ist er glücklich, denn er genießt die Zeit, die Mersault fehlt. Er muss für seinen Lebensunterhalt arbeiten. Der Mann im Rollstuhl hat sein Geld mit Testament in seinem Zimmer deponiert. Sollte er sein Leben zu tragisch empfinden, würde er sich mit seinem –dafür bereitliegenden- Revolver erschießen.
Am Tag darauf erschießt Mersault ihn und zieht sich auf der Flucht eine Erkältung zu, die er nie auskurieren
wird.
Jetzt erschließt sich für Patrice ein müßiges Leben, er genießt die Zeit, geht auf Europareise und führt nach seiner Rückkehr nach Algerien das Leben eines Dandys. Jedoch plagt ihn jetzt die Gesundheit. Aus der nicht auskurierten Erkältung wird eine Rippenfellentzündung, der er schließlich erliegt.
Camus hat bei der Niederschrift von „Der Glückliche Tod“ viele eigene Lebenserfahrungen aufgearbeitet. Die finanzielle Misere nach dem Studium, der Bruch mit der Geliebten, Camus Europareisen, u. a. nach Prag, Breslau und Wien. Diese Ähnlichkeit zwischen Romanheld und Autor war für Camus der Grund, die Veröffentlichung des Glücklichen Todes zurückzuhalten. Er wurde erst posthum veröffentlicht.
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