Homo Faber
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600
Veröffentlicht am: Juli 02, 2007
Homo Faber von Max Frisch
Homo Faber erschien im Jahr 1957. Max Frisch (1911 – 1991) schreibt seinen Roman in einem Berichtsstil aus der Perspektive Walter Fabers. Inhaltlich können zwei Segmente ausgemacht werden: Im ersten Teil erklärt Faber das zufällige Zusammentreffen mit einer Frau, die dreißig Jahre jünger ist. Sie wird seine Geliebte und Faber erfährt erst später, dass es sich um seine eigene Tochter handelt. Der zweite Teil handelt von Reiseberichten und Aufzeichnungen aus dem Athener Krankenhaus.
Faber hat eine einseitige, rationale Weltsicht. Er ist überzeugt von Technik und Fortschritt. Er lehnt Emotionales, Irrationales, Kunst und Natur ab.
Faber ist eigentlich Schweizer, lebt aber in Amerika. Während einer Dienstreise lernt er Herbert kennen, der seinen Bruder in Guatemala besuchen will. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um Joachim, einen alten Studienfreund Fabers handelt. Er begleitet Herbert nach Guatemala, wo sie Joachim erhängt vorfinden.
Faber möchte seine Beziehung zu Ivy in New York beenden. Er beschließt mit dem Schiff nach Europa zu reisen. An Bord lernt er die 21jährige Sabeth (Elisabeth Piper) kennen. Sie gleicht seiner Jugendliebe Hanna Landsberg, die wie er glaubt, damals das gemeinsame Kind abgetrieben hat. Durch die Begegnung mit Sabeth wird seine bisherige Überzeugungen durcheinander gebracht. Er verliebt sich in sie und macht ihr einen Heiratsantrag, den sie allerdings nicht ernst nimmt. In Le Havre angelangt, verabschieden sie sich zunächst. In Paris trifft er sie wieder. Mit dem Auto eines Arbeitskollegen fährt er Sabeth durch Frankreich und Italien. Sie möchte nach Athen zu ihrer Mutter. Faber verdrängt, dass es sich bei Sabeth um seine Tochter handeln könnte und schläft auch mit ihr. Kurz vor Athen wird Sabeth von einer Schlange gebissen. Im Krankenhaus trifft er Hanna wieder. Sabeth stirbt.
Sechs Wochen nach dem Tod seiner Tochter liegt Faber mit Magenschmerzen im Athener Krankenhaus. Er soll operiert werden und rechnet damit zu sterben. Er würde gerne Hanna heiraten, falls er überlebt. Rückblickend werden nun Berichte über die vergangenen Reisen eingefügt. Er fliegt zurück nach New York, wo er nicht mehr hingehört. Er besucht Herbert, der in Guatemala geblieben war und dort nicht mehr weg will. Dann reist er nach Kuba und Deutschland. Er fährt nach Zürich und fliegt schließlich nach Athen. Hanna will in Athen bleiben, wo ihr Kind begraben liegt.
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