Sie lebt in einem heruntergekommenen Zimmer über dem Bistro ihres Vaters in einem langweiligen
Dort in der französischen Provinz.Ihr Name ist Manon und ihr Leben besteht aus der Wiederholung der Gegenwart. Sie hasst alles. Ihren Vater, die Menschen, die vor dem Bistro sitzen und ihr Leben. Als sie im Alter von 21 Jahren Geld bekommt, flüchtet sie nach Paris und
wird dort erst einmal wieder Kellnerin. Ihre schäbige Dachwohnung teilt sie sich mit ihrer Kollegin, deren umtriebige Affären sie schließlich auch auf die Gästeliste einer Premierenparty eines Hollywood-Films bringt. Dort erlebt Manon das Leben, das sie sich schon immer gewünscht hat und begegnet dem reichen Derek Delano, der beschließt sie aus Langeweile zu zerstören. Erst will er sie zu einem Star machen und ihren Abstieg mitverfolgen. (Derek ist die männliche Version von Lolita Pille´s Romanfigur Hell in ihrem Debütroman "Pradasüchtig".) Es kommt wie es kommen muss und Manon spielt die Hauptrolle ihres Traums. Sie wird von Papparazzi verfolgt, ist Teil des internationalen Jet Sets und spielt in einem Film mit. Was sie
nicht weiß: Derek hat
dies alles inszeniert und in Wahrheit kennt sie kein Mensch. Manon zerbricht an ihrem vermeindlichen Ruhm, wird drogen- und magersüchtig. Hasst Derek und ihr Leben und versinkt im Chaos. Dies ist der perfekte Zeitpunkt für Derek sie abstürzen zu lassen. Manon wacht in einer Suite des Pariser Ritz auf und wird für eine Prostituierte gehalten und hinausgeworfen. Sie meint wahnsinnig geworden zu sein und geht zurück in ihr Pariser Bistro. Später wird sie auch Prostituierte und bedient Freier in ihrer Dachwohnung. Sie verfällt in eine Psychose und beschließt Derek umzubringen, was ihr auch tatsächlich gelingt und kommt hinter dessen Pläne. In diesem Moment erfährt Manon, dass sie wiederum die ganze Zeit von einem Film-Team gefilmt wurde. Das Rad beginnt sich von vorne zu drehen und man kann ahnen, dass Manon nun in der Realität berühmt wird. Nach dem beeindruckenden Debut von Lolita Pille dachte ich ein weiteres exzellentes Werk von ihr lesen zu können, wurde aber bitter enttäuscht. Pille hat sich nicht die Mühe gemacht neue Charaktere zu entwickeln, sondern schreibt von ihrem Erstlingswerk ungeniert ab. Der unrealistische Inhalt, der hier nurmehr übertrieben und unkonstruiert
wirkt, hat keinen Charme und wirkt besonders gegen Ende hin lächerlich. Fazit: Besser nicht kaufen!
Mehr Rezensionen über Bubble Gum