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Das Wissen der Menschheit auf Shvoong zusammenfassen

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Früchte des ZORNS

von : Montgomery21    

Autor : John Steinbeck
John Steinbeck hat mit diesem Buch seinen literarischen Ruhm begründet.  Heute zählt es zu den Klassikern der modernen US-amerikanischen
Literatur.
Historischer Hintergrund                                                            
Das Werk ist 1937/38 entstanden. Das gesellschaftliche Echo damals war gewaltig: Die politische und klerikale Klasse verdammten es, der Autor wurde als Volksverhetzer und Klassenkämpfer verurteilt, gleichzeitig aber von Unterdrückten und Ausgebeuteten gefeiert. 
Mit diesem Werk schuf Steinbeck ein bewegendes Dokument der existentiellen Not, in der sich unzählige Farmerfamilien während der Depression in der 1930er Jahren befanden.   
Bedingt durch den Zusammenbruch der New Yorker Börse 1929 sah sich der Großteil der US-amerikanischen Farmer infolge der Kündigung ihrer Kredite und sinkender Nachfrage nicht mehr im Stande, ihren Pachtzins zu zahlen. Der Südwesten des Landes war dabei besonders hart von Dürre, Stürmen und Bodenerosionen betroffen. Immer mehr Familien reihten sich in den Strom der Migranten Richtung Kalifornien ein. Dort angekommen, mussten viele die Erfahrung machen, dass ihre Hoffnung auf Arbeit vergebens war.
Um authentisches Material zu sammeln, begleitete Steinbeck selbst 1936 einen solchen Treck und lernte so die Zustände in den Auffanglagern kennen.                                                     
Worum es geht    
Im Mittelpunkt des Romans steht die Großfamilie Joad, die ihren Hof in Oklahoma aufgeben muss und sich auf den Weg nach Kalifornien begibt. Ihnen schließt sich der Wanderprediger Jim Casy an, in dessen Gestalt der Autor zu erkennen ist. Im Laufe der beschwerlichen Reise rückt die Mutter durch ihren unerschütterlichen Optimismus zunehmend in den Mittelpunkt. Sie übernimmt gemeinsam mit ihrem vorbestraften Sohn Tom die Führungsrolle, während sich der Vater resignierend immer mehr zurückzieht. Trotz aller Bemühungen bricht die Familie schleichend auseinander. Die Großeltern sterben noch während der Reise, weil sie die Trennung von ihrer Heimat nicht verkraften. Auch die verbleibenden Leistungsträger für einen Neuanfang machen sich noch vor der kalifornischen Grenze aus dem Staub. 
Von einheimischen Großgrundbesitzern und Arbeitern unerwünscht, werden sie wie Eindringlinge behandelt und können sich nur mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Den traurigen Höhepunkt markiert der gewaltsame Tod des Wanderpredigers Jim Casy, der von Hilfstruppen der Landbesitzer erschlagen wird. Dieses Ereignis nimmt der bereits vorbestrafte Tom zum Anlass, um in seiner Rachsucht einen zweiten Mord zu begehen und flieht.   
Schließlich erleidet Rose von Sharon eine Totgeburt und lässt einen verhungernden Landstreicher an ihrer Brust trinken. 
Diese gewaltige Schlussszene zeigt ein letztes Mal den Naturalismus der Darstellung und die Stärke der gewählten Charaktere, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz Würde und Menschlichkeit bewahren. 
Veröffentlicht am: Juni 12, 2008
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