Dies ist eine schöne und plausible Liebesgeschichte aus Schweden, ungewöhnlicherweise gleichzeitig aus zwei Perspektiven
abwechselnd erzählt. Mann und Frau treffen sich auf dem Friedhof, am Grab ihrer Liebsten, die zufälligerweise nebeneinander liegen.
Komisch ist diese Geschichte
nicht wirklich, sondern mit Augenzwinkern, humorvoll und beinahe trocken, ohne unnützen Schnickschnack erzählt.
Sie sind beide Mitte 30 und haben bereits sehr unterschiedliche Lebenserfahrungen gesammelt. Sie mögen sich erst auf den zweiten Blick, dann aber richtig.
Mit der Heldin Desirée können sich sicher viele Frauen identifizieren, ihr Charakter ist
gut und glaubhaft ausgearbeitet, ihre Probleme sehr gut nachvollziehbar. Mit Benny tue ich mir ein wenig schwerer, hier fehlt der allerletzte Feinschliff, vermutlich weil es der Autorin doch nicht leichtgefallen ist, sich in die Männerperspektive zu versetzen.
Die Unvereinbarkeit der Gegensätze kommt auch dank einiger Mißverständnisse außerordentlich zum tragen und das Ende ist dementsprechend traurig, aber hoffnungsvoll zugleich.