Eigentlich möchte Jérôme Angust nur in Ruhe auf seinen Flug warten, in einer Ruhe, die ohnehin schon dadurch gestört wurde, dass der Flug verspätet ist. Also möchte er sich die Wartezeit mit der Lektüre eines Buches so angenehm wie möglich gestalten und seine aufgewühlten Nerven etwas beruhigen. Dabei kommt ihm der aufdringliche Textor Texel gerade so unrecht, wie man es sich nur vorstellen kann. Er drängt sich ihm auf, lässt ihm keine Ruhe. Und während Jérôme anfangs noch auf Konfrontationskurs
geht und diesem schamlosen Kerl mit der Polizei droht,
redet dieser
einfach weiter, einfach drauf los, lässt sich nicht abwimmeln, schließlich begeht er in seinen eigenen Augen ja kein Verbrechen, er redet ja nur, und freie Menschen dürften schließlich sprechen, mit wem sie wollen, wo sie wollen, worüber sie wollen. Und Jérôme lässt sich auf dieses Spielchen ein, von dem er vorerst denkt, es wäre bloß das Spielchen eines Verrückten, welches sich jedoch bald
mehr und mehr als richtiges Spiel herausstellt, das ihm den Boden unter den Füßen nimmt. Denn spätestens zu jenem Zeitpunkt, an dem Textor offensichtlich ohne jegliche Reue gesteht, Jérômes Frau
vergewaltigt zu haben, beginnt dessen Halt und damit auch dessen Haltung zu wackeln. So ins Bodenlose gefallen, verliert Jérôme schließlich auch jegliche Beherrschung seinem Gegenüber gegenüber, die letzten Schranken fallen und er geht zu körperlicher
gewalt über, überträgt seine Wut und all seine Emotionen an Textor Texel, bis die Leser im Schlusswort der Autorin schließlich die wahren Zusammenhänge erkennen.
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