"Linie 49" - und sie sind immer noch voll dabei. Besser gesagt: Die Genossen leben und wirken immer
noch unter uns und gegen uns. Eben gegen die, die es anders wollen und für ein demokratisches Deutschland sind.
Meine Erfahrungen nach der Wendezeit, also im Jahre 2007/2008 mit den Genossen spricht dafür, dass sich nicht so viel geändert hat. In Leipzig scheint das immer noch der Fall zu sein. Es gibt Genossenschaften und dies im wahrsten Sinne der Worte. Genossen - Schaft. Das Schaffen der Genossen bezieht sich auf die Bestimmung über ihre Mieter, über die Menschen, die in deren Wohnungen leben. Es wird diktiert, bestimmt, gefordert und sollte ein schwarzes Schäflein dabei sein, dass nicht so läuft , dann wird es kaputtgespielt, gedemütigt oder sogar angezeigt.
Es war ein kalter Winter und ich lebte bei den Genossen, so etwa bei 12 Grad in meiner Einraumwohnung. Licht hatte ich nur in meinem kleinen Zimmer, denn im Flur und im Bad war die Elektrik defekt. Vier mal musste jeweils eine andere Firma kommen, sodass nach 2 Monaten endlich das Licht brannte. Ich zog mir eine erhebliche Erkältung zu, plädierte auf Mietminderung, aber es kam nur ein lapidarer Spruch: Ach,. davon wissen wir ja garnichts. Das hat uns der Hausmeister nicht erzählt. Immer auf die Kleinen schieben. Wie damals. Nichts Neues also im Osten! Ich war arbeitslos, aber die Genossen wollte ihre Anteile. Ich sprach beim Sozialarbeiter vor, bat um kleine Raten. Versprechungen im aufgeknöpften Hemd, lümmelnd auf meiner Coauch versprach der mir Alles. Aber es kam nichts. Er versprach mir auch einen Job bei den Genossen. Einen Job beim " Verein - " Gemeinsam statt einsam". Aber auch dazu kam es nicht. Anscheinend bin ich nicht richtig auf diesen jungen Kerl eingegangen- hätte vielleicht mit ihm Sex haben müssen und die Genossen hochpreisen sollen. Darüber bin ich mir heute ganz sicher! Ich kündigte, weil mir letztendlich nichts anderes übrig blieb, nachdem man mich zu einer Lesung animiert hatte und mir 100 Euro dafür versprach und ich
50 davon über den Tisch geworfen bekam. Wie demütigend, wie klein kam ich mir vor.Nach der Kündigung, bekam ich Monate später eine Anzeige wegen Betrugs,dessen ich mir keinesfalls bewusst war. Ich zog in die nächste , angeblich sanierte Wohnung. Neben mir ein ? der mich tagtäglich traktiert, mir mit seinem Hund auflauert, den auch noch vor meine Wohnungstür pinkeln lässt. Aber kein Ende in Sicht: Beim Einzug mussten ein paar Bohrungen gemacht werden und ein kleines Dübelchen von 2 cm ragte durch die Fuge der verdreckten Dusche von ?. Der bäumte sich vor mir auf mit den Händen verschränkt und ging mich beleidigend und drohend an. Bis heute kein Ende in Sicht, denn daraufhin kam ein Anschreiben meines Vermieters mit Hinweis auf Schadensersatz. Mein Nachbar hämmerte solange, bis seine Dusche sanierungsbedürftig wurde, um endlich eine saubere Dusche zu bekommen. Dreck macht man ja nicht so gern weg, oder? Ich frage mich, wo ich lebe? Es gibt kein friedliches Miteinander mehr, denn die Menschen sind sich nicht einig, haben kaum Perspektiven. So wird sich an so lapidaren Dingen aufgerieben, denn es gibt ja sonst nichts weiter zutun.Machtspiele oder "LINIE 49" II. Teil! Herzlichst Ihre Autorin Joe` Bergmann