Nach dem überwältigenden Erfolg von Richard Morgans Erstling "Das Unsterblichkeitsprogramm" ist nun auch sein zweiter Roman um den ehemaligen UN-Gesandten Takeshi Kovacs in deutscher Sprache erschienen. "Gefallene Engel" führt uns erneut in die düsteren Abgründe des 25. Jahrhunderts. Morgans plastischer und origineller Erzählweise gelingt es, alte Science-Fiction-Stoffe wie außerirdische Zivilisationen und rätselhafte Artefakte vom Staub der Jahrzehnte zu befreien. Abgemischt wird das ganze mit Sex und Gewalt.
Für idealistische Träumereien hat der Autor nichts übrig und verpasst ihnen am laufenden Band einen Dämpfer nach dem anderen. Alles ist deprimierend schlecht, egoistisch, hoffnungslos und sinnlos, wie der Krieg auf Sanction IV. Einen Funken Edelmut steckt nur in dem durch seine extreme Konditionierung nicht ganz abgestumpften Kovacs. Aber
zum Überleben muss er gnadenlos sein. Sein Mantra lautet: "Stellt euch den Tatsachen, dann handelt danach". Und "Nimm es persönlich!".
Ein Roman wie ein Actionstreifen -- knallhart und packend bis zum Schluß.
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