Neun wundervolle Kurzgeschichten, von denen manche noch lange nachhallen. Besonders die erste „Die Höfe des Friedens“ hat es mir angetan.
Mit einer tiefen China Kenntnis erzählt Pearl Buck eine sanfte
geschichte eines gestrandeten amerikanischen Piloten. Dieser Durchschnittsjunge kommt unerwartet mit einer ihm unbekannten Zivilisation in Berührung. Ob er sich nun in einem verwunschenen chinesischen Dorf, oder auf einem fremden Planeten befindet, ist beinahe egal. Er lernt die Welt neu zu sehen, findet (s)eine Traumfrau und verläßt das Dorf fast gegen seinen Willen, aber irgendwie geläutert.
Die Beschreibung der friedlichen Höfe ist so plastisch, daß man sich selbst dahin wünscht, um unserer modernen Hektik zu entfliehen und sich selbst zu finden. Ja, diese Geschichte wirkt fast wie eine Meditation, wenn man es vermag, sich darin zu verlieren.
„
Der Hahnenkampf“ ist die Geschichte einer leisen Emanzipation. Eine junge Frau, frisch mit einem „Kotzbrocken“ verheiratet, fallen anläßlich eines Hahnenkampfes blitzartig die Schuppen von den Augen. Sie erkennt ihren Mann wie er wirklich ist, da sie ihn aber liebt übernimmt sie ganz sanft das Kommando. Es erinnert mich an das schöne Sprichwort „Der Mann ist der Kopf, die
frau aber ist der Hals auf dem er sitzt.“
Die letzte Geschichte „
Die chinesische Heirat“, gab dem Buch schließlich seinen Namen. Mit kleinem Zwinkern wird dem Leser nahegelegt, daß nicht alles Alte unbrauchbar geworden ist und man durch das befolgen langer Traditionen zu seinem Glück
finden kann.
Alle Geschichten sind am besten als einzelne gute Nacht Lektüre sehr empfehlenswert.
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