Es sind fünf sogenannte „wahrscheinliche Geschichten“. Das dürfte stimmen, allerdings ziehen sich die meisten von ihnen zäh wie Kaugummi. Für alle brauchte ich mehrere Anläufe und für die beiden letzten, hatte ich
dann keine ausreichende Geduld, um sie auch noch komplett zu dechiffrieren.
Am besten gefiel mir die Kurzgeschichte „Meerjungfrauen“, die aus der Sicht eines jungen Mädchens erzählt wird. Es ist eine Geschichte, die sich mit Sicherheit so oder sehr ähnlich ständig zuträgt. Man fühlt mit der jungen Erzählerin, nein… falsch, Heldin, nein… mit Sicherheit nicht, am ehesten vielleicht Protagonistin und wünscht ihr und sich irgendwie auch, das nächste Mal in eine bessere Welt geboren zu werden. Selbst die Freundin… falsch, eher zufällige Lebensabschnittsgefährtin, die in einer reichen und beide Elternteile umfassenden Familie lebt, hat es keinen deut leichter. Leider ist unsere Heldin noch
nicht alt genug, um mit der Schulter zu zucken und sich selbst zu sagen; „Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul.“
Die zweite Geschichte, deren Inhalt man sich relativ einfach zusammenreimen kann, ist die titelgebende
Geschichte „Rosie
besorgt sich eine Seele“. Sie erzählt von den Bemühungen eines etwas älteren (schwarzen?) Mädchens, von ihrer Drogensucht wegzukommen und ein möglichst normales Leben zu führen.
Viel passiert nicht in diesen Geschichten, daß meiste spielt sich in den Köpfen ab und obwohl man die Sorgen und Nöte der Heldinnen nachvollziehen kann, lassen einen diese Geschichten seltsam unbefriedigt zurück.
Es war, als hätte man einen Kuchen versprochen bekommen, ergattern konnte man aber nur ein paar Krummen. Ja selbst diese wenigen Krummen, hinterlassen dann Verdauungsbeschwerden und eine allgemeine Unzufriedenheit mit dem Sein.
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