Heutiges Risikomanagement, so meinen die Autoren, greift häufig zu kurz: Modelle von gestern sollen dabei helfen, die Risiken
von morgen abzuschätzen. Die Spieltheorie soll Abhilfe schaffen: Sie ist ein mathematisches Verfahren, um das Verhalten unterschiedlicher Akteure in unsicheren Situationen auszuwerten und Risiken frühzeitig zu erkennen. Auch wenn das Thema neugierig macht - was die Autoren ihren Lesern sprachlich zumuten, ist oftmals mehr als ärgerlich. Solche verquasten, von Technik-Slang durchzogenen Sätze, gespickt mit Zitatbrocken, Aphorismen und Bildern, die mehr vernebeln als erhellen, dürften heute auch in einem Fachbuch nicht mehr auftauchen. Erstaunlicherweise rufen sich die Autoren selbst häufig zur Ordnung, etwa mit der Floskel "Make a long story short" - was aber meist nicht geschieht. Viele wichtige Informationen gehen verloren, weil Geschwätzigkeit und Unklarheit obsiegen. Kostprobe: "Haben im menschenfreien Analysekörper von Risikomanagement im Status Quo die Ursachen von Risiken keinen Platz, ist es nicht wenig, dass Spieltheorie mit dem Verhalten von Risikoträgern die Risiken qualitativ quantifiziert." Alles klar? Wen solche Satzwolken nicht schocken, dem empfiehlt getAbstract.com das Buch für vertiefte Einsichten in Spieltheorie und Risikoanalyse.