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Bittere Pillen; Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 65. Auflage 1993 – 1995

Summary rating: 4 stars 8 Kritik
Zusammenfassung von : Olaf Czitrich
Besucher : 800  Wörter: 300   Veröffentlicht am: Mai 20, 2006
Gesundheitliche Nachteile durch Vitamin C
Vitamin C (Ascorbinsäure) unterstützt die Funktion des Stoffwechsels und ist am Aufbau des Bindegewebes, des Knorpels, der Knochen und der Zähne beteiligt. Ein Vitamin-C-Mangel kann Blutarmut, verminderte Wundheilung, Blutungen, Zahnfleischwucherung, verminderte Bindegewebebildungen und Skorbut verursachen.
Das Vitamin C wird als wahres Wundermittel in Form von zahlreichen Nährungsergänzungsmitteln angeboten. Diese sollen mögliche Mangelerscheinungen bekämpfen, bzw. vorbeugen. Doch ganz so Nebenwirkungsfrei ist das Vitamin C nicht. Immerhin wurden bei regelmäßiger Einnahme höherer Dosierungen folgende Symptome beobachtet:
Bildung von Nierensteinen.
Durchfall, Erbrechen, Hautausschläge.
Beeinträchtigungen einiger Hormonspiegel im Blut, z.B. verfälscht es die Laborwerte für Blutzucker.
Langfristige hohe Dosierungen bewirken, dass der Organismus die Abbaugeschwindigkeit erhöht. Der Körper „gewöhnt“ somit sich an diese Mengen. Eine plötzliche Verminderung der Vitamin C-Dosierung verursacht dadurch einen Mangel, der zu einer Skorbut-Erkrankung führten könnte. Bereits bei Neugeborenen wurden Skorbutsymptome und ein erhöhter Vitamin C-Bedarf beobachtet, deren Mütter in der Schwangerschaft hohe Vitamin-Dosen einnahmen. Der Stoffwechsel der ungeborenen Kinder hatte sich dadurch bereits im Mutterleib auf diese Dosierungen eingestellt.

Darüber hinaus werden die Vitamin-C-Präparate mit umfangreichen, gesundheitsförderlichen Vorteilen umworben, die letztlich unbewiesen oder schlicht falsch sind. Wie die Pharmakologen-Vereinigung der USA (USPC) feststellte, ist der Nutzen des Vitamin C gegen folgende Beschwerden nicht nachgewiesen:
Vorbeugung gegen Erkältungen, Zahnfleischentzündungen und Zahnkaries, Blutarmut, Akne, Unfruchtbarkeit, Alterung, Arterienverkalkung, Magengeschwüre, Tuberkulose, Ruhr, Kollagenstörungen, Knochenbrüche, Hautgeschwüre, Heufieber, Medikamentenvergiftungen, zur Vorbeugung von Krebs und Gefäßthrombosen.

Der Verfasser weist darauf hin, dass bei einer ausgewogenen Ernährung keine Gefahr eines Vitaminmangels besteht, sofern keine Stoffwechselerkrankungen vorliegen. Viele Lebensmittel (z. B. Obst und Gemüse) enthalten einen ausreichenden Anteil (40 – 150 mg pro Tag) an Vitamin C. Erst durch die Zufuhr von zum Teil hoch dosierten Nährstoffpräparaten erwächst die Gefahr einer gesundheitsschädlichen Überversorgung.

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