Silberne Geschichte
Tarnowskie Góry ist unterhöhlt und eigentlich weiß man nicht, wo sich nächstes Loch befindet. Unter der Stadt, in einer Tiefe von 30 - 40 Metern herrschen mehrere Kilometer der Geschichte. In den letzten 30 Jahren waren nur zwei Fälle in Oberschlesien, wenn sich das ganze Haus einstürzte. Die Landkarten der Gewerken sind alt, ungenau und nicht alle Schächte, Gänge und Abbauten wurden in die Karte eingetragen, deswegen sind diese nicht gut lesbar. Einer der Stadteinwohner weißt genau, dass unter seiner Garage die Abbaustrecke läuft. Er hat sicht vor einem Jahr selbst überzeugt, wenn er die Garagetür öffnete und sein Auto 30 Meter tief gesehen hatte. Schon aus den Karten aus dem Jahr 1910 von Höheres Bergbauamt geht hervor, dass in der Nähe der heutigen Wojska Polskiego Straße, wo die Garage mit Pechauto Cinquecento gestanden hat, die Abbaustrecke verläuft. Unter der Stadt winden sich die wahren Labyrinthe der Gänge, Abbauten und Stollen. Heutzutage, trotz ausgehauten Silbererzlagerstätten, finden wir noch die Spuren der Geschichte auf dem Land von Tarnowskie Góry. Von kilometerlangen schmalen Abbaustrecken
Wurde eine Reiseroute abgesondert, die wir in der ehemaligen Silbererzgrube besichtigen können. Es wurde diese Strecke gewählt, die am besten die Schönheit und schwere Arbeitsbedingungen der Gewerken darstellt. Ausgewählt wurde die Route zwischen Schächte "Anioł" {Engel} - "Żmija" {Schlange} - "Szczęść Boże" {Grüß Gott
Das Dasein von ehemaliger Silbererzgrube verdanken wir einer Liebhabergruppe der
unterirdischen Spaziergänge, die in Zwischenkriegszeit von Stadtverwaltung berufen wurde. Das Ziel dieser Gruppe war die Gründung des unterirdischen Museums. Ein wichtiges Ereignis dieser Zeit war die Übergabe im Jahre 1938 der Geländen, die heute die ehemalige Silbererzgrube bilden. Die Ausführung der Arbeiten überwachte der damalige Bürgermeister - Mag. Fryderyk Antes. Die Gruppe bildeten: Dipl.-Ing. Feliks Pietrucha, Prof. Józef Potyka, Teodor Masch, Jan Nowak, Jan Musialik sowie Wincenty Zuber. Leider hat der zweite Weltkrieg Tarnowskie Góry nicht verschont und der Kriegsausbruch hat die Pläne der Liebhaber unterirdischer Räume unterbrochen.
Nach dem Kriegsende lebte das Projekt wieder auf. Der Steiger, Alfons Kopia, der mit der vorkriegszeitlichen Liebhabergruppe zusammengearbeitet hatte, hat eine neue Gruppe gegründet, die sich aus folgenden Personen zusammensetzte: Franciszek Garus, Jerzy Spałek, Wilhelm Błaszczyk, Boleslaw Lubosz und Czesław Piernikarczyk. Im Jahre 1953 der Steiger Kopia hat ein Gesellschaftskomitee organisiert, die sich später in "Liebhaberverein der Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Landes Tarnowskie Góry" umwandelte. Hauptziel von diesem
verein war, die unterirdischen Räume in Tarnowskie Góry den Touristen zugänglich zu machen. Den Verein bildeten die Personen, die seine Freizeit und Talente für die Idee des unterirdischen Museums geopfert haben. Es wurden die Pionierforschungen und unteririschen Penetrationen durchgeführt. Die gefundenen Gegenstände wurden konserviert und haben neue Sammlung ins Leben gerufen. Der Wiederaufbau der Grube wurde angefangen. Im Jahre 1955 der Vorstand des Woiwodschaftlichen Nationalrats in Katowice hat ein Woiwodschaftskomitee der Wiederaufbau der ehemaligen Silbererzgrube in Tarnowskie Góry berufen. Das Komitee konzentrierte sich auf der Vorbereitung von rechtlich-organisatorischen Grundlagen.
Nach zwei Jahren der Tätigkeit das Komitee existierte nicht mehr. Trotzdem hat sich die damalige Gewalt für die Pläne der Museumgründung durch Verein interessiert, was auch weitere Tätigkeiten ermöglicht hatte. Im Jahre 1957 wurde ein Gesellschaftskomitee für Wiederaufbau von ehemaliger Silbererzgrube gegründet, das sich aus Experten und Wissenschaftler, unter anderen aus polnischer Akademie der Wissenschaften und Bergbauakademie, zusammensetzte. Ein hervorragender Fachmann, Dipl.-Ing. Franciszek Garus, stand an der Spitze seiner eigener Bergbaubrigade. Das Ziel dieser Brigade war die Ordnung der abgesteckten touristischen Route. Als erstes Objekt wurde den Touristen der Stollen der "Schwarzen Forelle" im Jahre 1957 zugänglich gemacht. Das Hauptziel der Verein war jedoch die Inbetriebnahme der Abbauten in der Nähe des Schachtes "Anioł" {Engel}. Es wurden die Konservationsarbeiten der Museumssammlungen durchgeführt, wissenschaftliche Expositionen wurden vorbereitet und technische Probleme des Wiederaufbaus der historischen Silbererzgrube wurden erörtert. Am 27 Februar 1967 kam es zum tragischen Unfall. Den Leiter der Bergbauarbeiten, Dipl.-Ing. Franciszek Garus, hat das Wasser mit Teilen des Dolomitsteines fortgerissen. Der Tod von Ingenieur Garus verursachte die Unterbrechung der Arbeiten bis 1970.
Anstelle des Gesellschaftskomitees wurde ein "beratender Ausschuss" gegründet. Für weitere Führung der Arbeiten hat das Verein Dipl.-Ing. Stanisław Brzęczek engagiert. Die Bergbauarbeiten und der Wiederaufbau der Silbererzgrube wurden weitergeführt. Am 5. September 1976 der Liebhaberverein des Landes Tarnowskie Góry hat das Objekt dem Touristikverkehr übergeben. Dieses Datum ist von besonderer Bedeutung, da die ehemalige Silbererzgrube 450 Jahren nach der Verleihung des Stadtrechts geöffnet wurde. Die erste feierliche Inbetriebnahme der Fördermaschine wurde von General Jerzy Ziętek durchgeführt.
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