Man nimmt an, dass in Städten wie Tarnowitz, Wappen mit der Entwicklung der Verwaltungsorgane
zum Vorschein kamen. Benötigt
wurden diese nämlich als Eigenschaftsbild, die auf Stempeln zur Beglaubigung der Echtheit von Dokumenten benötigt wurden und somit die städtische Macht (oder andere) symbolisierten.
Tarnowitz erhielt Ihren Wappen im Jahre 1529 vom Fürst Jan Opolski verliehen. Der Wappen ist waagerecht in zwei Teile geteilt, von denen das obere, einen Adlerflügel darstellt und das untere - Werkzeuge des Bergwerks: Hammer und Bügeleisen.
Dieser symbolisiert also - gemäß allen Wappengesetzten - den Bergwerkcharakter der Stadt (Werkzeuge des Bergwerks) und das feudalistische System in seinem Gebiet. Unterstellt dem Fürst Jan Opolski erhielt Tarnowitz als Wappenmotiv eine Adlernabe . Der Adlerflügel auf dem Wappen hatte eine goldene Farbgebung auf blauem Untergrund, das Eisenbügel und der Hammer sind ebenfalls in Goldfarben, jedoch auf schwarzem Untergrund.
Als Tarnowitz im Jahre 1534 unter die brandenburgische Herrschaft kam, hat der Führer des Beuten Landes, Markgraf Jerzy Frederyk der Stadt ein neues, etwas geändertes Wappen verliehen. Wie der Tarnowitzer Vor-Kriegs-Kritiker Jan Nowak schreibt, setze man im Wappen "in der linken Schildhälfte die Hälfte eines schwarzen (schlesischen) Adlers auf weißem (silbernen) Untergrund mit gelbem (goldenem) Schnabel und Schenkeln; die zweite Schildhälfte geteilt in zwei Teile, von denen das obere Teil ein goldenes (gelbes) Adlerflügel im schwarzen Feld und die untere zwei über Kreutz gelegte Hammer beinhaltet."
Wie der Experte der Tarnowitzer Heraldik-bereichs meint - Frau Danuta Szlacheie-Dudzicz - waren diese Änderungen durchdacht. Eingeführt wurden nämlich gleichzeitig die Symbole und Landesfarben Brandenburgs.
In der gesamten Geschichte der Stadt neigte man sich den einen oder anderen der Muster, entschieden wurde dies hauptsächlich durch politische Ansichten: Der Wappen war entweder von Piast oder brandenburgisch. Angeblich ist dieses Phänomen auch in uns näher stehenden Zeiten aufgetreten. Bis zum Jahr 1950 wurde der dreiteilige brandenburgische Wappen verwendet, später löste diesen der zweiteilige Wappen ab.
Am 7 September des Jahres 2002 drehte die Geschichte einen weiteren Kreis. Zum Vierhundertvierzigsten Jubiläum der "Verleihung der Stadt eines Wappens" vom Graf Jerzy Fryderyk von Ansbach, kehrte man nach Beschluss des Stadtkreises Nr. XLIX/533/2002 zu der brandenburgischen Vorlage zurück. Die Beschlussfassung war einmütig.
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