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Theodor Storm, Schimmelreiter und Biographie

Summary rating: 5 stars 7 Kritik
Summary by : totofoto
Besucher : 109  Wörter: 600   Veröffentlicht am: März 05, 2008
Hans Theodor Woldsen Storm wurde am 14. September 1817 in Husum geboren. Zu seiner Zeit zählte diese Stadt ca. 3500 Einwohner und noch früher wurde sie ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Hafenplatz des Kreises Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Storms Mutter und die Familie Storms ihrerseits stammte aus dem städtischen Patriziat (Fasold 1997:1), d. h. aus einer sozialen Oberschicht, in so einer Umgebung wuchs der Autor auf. Was noch von großer Bedeutung war, blieb Storm sein Leben lang im Kreis von Familie der Woldsens und der Feddersens (Stuckert 1955:16). Von Geburt an war er dänischer Staatsbürger, weil Schleswig und Holstein, als selbständige Herzogtümer, seit 1773 zum dänischen Staat gehörten, Holstein dabei seit 1815 zum Deutschen Bund, und als Ganzes waren die Fürstentümer seit dem Ripener Vertrag von 1460 unteilbar (Fasold 1997:3).
Der Schriftsteller war der älteste Sohn des Rechtsanwalts Johann Casimir Storms und seiner Frau Lucie Woldsen, der Patriziertochter, die aus einer Kaufmannsfamilie stammte. Als Theodor neun Jahre alt wurde, ging er in die Gelehrtenschule in Husum, wonach in 1835, um sich weiter zu entwickeln, besuchte er für drei Semester das Katharineum zu Lübeck. Hier lernte er Ferdinand Röse kennen und machte sich mit den Werken Goethes, Heines und Eichendorffs vertraut (Honnefelder Bd. 1 1975:7). Mit sechzehn Jahren schrieb er seine ersten Gedichte, er lernte und versuchte auch die antike Poesie zum Vorbild zu nehmen und schrieb die ersten Prosatexte. Diese Texte und einige von seinen Gedichten wurden in dem Husumer Königlich privilegierten Wochenblatt, in August Lewalds Lyrischem Album. Beigabe der Zeitschrift Europa und im Volksbuch für Schleswig, Holstein und Lauenburg herausgegeben von Leonhard Biernatzki veröffentlicht. Am 20. April 1837 begann Storm sein Jurastudium an der Landesuniversität Schleswig-Holstein in Kiel. Hier, in den Semesterferien 1837, verlobte er sich mit Emma Kühl, der 17-jährigen Freundin seiner Schwester, aber noch an dem gleichen Tag zog er seine Verlobung zurück, weil er vor dieser Bindung erschrak. Nach dem in 1842 bestandenen juristischen Staatsexamen, kam Storm nach Husum zurück, wo er in der Kanzlei seines Vaters gearbeitet und auch seine eigene Rechtsanwaltskanzlei geöffnet hat. Er machte in dieser Zeit der 16-jährigen Bertha von Buchan einen Heiratsantrag, sie wollte aber davon nichts hören und wissen. In 1843 gab er gemeinsam mit August und Theodor Mommsen das Liederbuch dreier Freunde. Ein Jahr später, in 1844, kam es zur Verlobung Storms mit seiner Cousine Constanze Esmarsch aus Segeberg, und nach zwei Jahren zum Eheschließung. Für die Familie war das eine Überraschung, sie war erstaunt, weil es bei den beiden vorher kaum Anzeichen einer Beziehung gab (Fasold 1997:18). 1849, in seiner frühen Schaffensperiode, verfasste Storm die Novelle Immense, die er 1851 in einer Sammlung Sommergeschichten und Lieder veröffentlichte. Der Schriftsteller schrieb viele Werke, z. B. das Gedicht Die Stadt (1852, dem Heimatort Verfassers gewidmet), die Novelle Im Sonnenschein (1854, eine Liebesgeschichte), Gedichtzyklus Tiefe Schatten (1864, zählt zu den bekanntesten Gedichten Storms und war als Gefühlsausdruck des Autors nach dem Tod seiner Frau gemeint), die Novelle Pole Poppenspäler (1874, u. a. den persönlichen Erinnerungen Storms aus Husum gewidmet).

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