Publius Cornelius
Tacitus ("der Schweigsame") lebte ca. von
60 bis 120 n. Chr. - also in
der frühen Kaiserzeit. Er stammte aus Gallien, wurde 88 n.Chr. Prätor unter Kaiser Domitian und unter Kaiser Nerva 97 n. Chr. Konsul. Ab 112/113 n. Chr. übernimmt er die Statthalterschaft in der Provinz Asien.
Trotz seiner Karriere im römischen Reich war er
völlig unzufrieden mit der Kaiserherrschaft und wünschte sich die alte römische
Republik zurück, die vom Senat und zwei Konsulen geleitet wurde.
Besonders bekannt sind seine beiden Geschichtsbücher "
Annales" und "
Historiae" in der er die Geschichte Roms darstellte - natürlich
nicht ohne die republikanische Herrschaftsform (von 510 bis 29 v. Chr.) besonders zu loben.
Tacitus
meidet jede flüssige Eingängigkeit in seiner Sprache und möchte den Leser nicht einlullen, sondern mit
aufregender Sprache fesseln. So kommen bei ihm viele sprachliche Eigenheiten vor, die es Lesern seiner Texte (vor allem Schülern) schwer
machen, ihn zu verstehen. Doch gerade diese sprachliche Eigenheiten machen das Werk von Tacitus so interessant und lesenswert. Er selbst sagt, er wolle "
sine ira et studio - ohne Zorn und Eifer" berichten, die Geschichte also ohne persönliche Färbung wiedergeben.
In seiner
Germania beschreibt Tacitus das
Leben und die Sitten der Barbaren aus dem Norden. Wohl eher nicht, weil er ein blühender Anhänger der wilden Germanen war, sondern eher, weil er zeigen wollte, wohin das Kaisertum sein geliebtes Rom gebracht hat - im Vergleich zu den sittenlosen Barbaren, die aber dennoch ein sittsameres Leben als die Römer selbst zu führen scheinen.
Für weitere Zusammenfassungen und Übersetzungen der einzelnen Kapitel, sehen sie sich bitte meine anderen Beiträge zur Germania, untergliedert nach Kapiteln, an.