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NEUE UPANISHAD: DIE STRUKTUR DES ABSOLUTES UND DESSEN ERKENNTNIS

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Summary by : Mary Calm
Besucher : 257  Wörter: 900   Veröffentlicht am: April 22, 2006
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Unter dem Fachwort "Upanishaden" (in der Übersetzung aus dem Sanskrit
heißt es Erkenntnis) versteht man kurze philosophisch-religiöse Werke
althindischer Herkunft, in denen verschiedene Autoren ihre Gedanken
über das Wesen des Göttlichen und über den religiösen Weg der geistigen
Asketen äußerten. Diese Texte waren vor dem Eintreffen auf den
indischen Boden des Avatars Krishna geschrieben worden. Sie bildeten —
zusammen mit vier Veden — die Grundlage der philosophischen Richtung,
die als "Vedanta" bekannt ist.

Sathya Sai sagt, daß insgesamt 1180 Upanishaden geschrieben worden
waren. Der größte Teil von ihnen ist verloren gegangen oder infolge
ihrer Minderwertigkeit und überflüssiger Schwierigkeit im Verständnis
für die Leser vergessen worden. Zur Zeit sind davon 108 Texte erhalten
geblieben, aber besondes bekannt sind nur 13.

Indem man die altertümlichen Upanishaden studiert, sieht man die
verschiedenen Niveaus der Kompetenz ihrer Autoren: einige hatten
wirklich hohe geistige Leistungen, die anderen beschäftigten sich nur
mit philosophischen "Spekulationen", "Jonglieren" mit den
"Fachbegriffen" und Phantasien.

Von den ins Russische übersetzten etwa fünfzehn Upanishaden enthalten
die Brahmanubhava — Kaivalya — Mundaka — und Svetasvara — Upanishaden
die interessantesten Gedanken. Dem Autor der ersten Upanishaden war
sogar die dreierlei Struktur des göttlichen Feuers von Brahman bekannt.

Die Autoren der altertümlichen Upanishaden hatten vier Quellen der philosophisch-religiösen Information:

— persönliche meditative Erfahrung (falls es sie gegeben hat),

— drei oder vier Veden, angefüllt von religiösen Märchen, die keine konkrete Information über den Schöpfer enthielten,

— persönliche Kontakte mit anderen Suchern nach der Wahrheit,

— schriftliche Quellen, d.h. die von anderen Autoren schon
geschriebenen Upanishaden. Für die Upanishaden ist das Fehlen der
deutlichen Bestimmtheit der in ihnen verwendeten grundlegenden
Begriffe, solcher wie Brahman, Atman, Purusha, Absolut kennzeichnend:
einerseits konnte jedes Fachwort in verschiedenen Bedeutungen
angewendet werden, andererseits konnte ein und dasselbe Wesen durch
verschiedene Wörter bezeichnet werden. Das schuf Schwierigkeiten für
die Adepten der Vedanta bei der Ausarbeitung der logischen Methodologie
der geistigen Sebstrealisierung (das kann in der Tätigkeit vieler
Sekten hinduistischer Herkunft auch heutzutage nachgewiesen werden).

Die begriffliche Bestimmtheit und Harmonie der gesamten Konzeption
wurde der Menschheit von dem Avatar Krishna in Bhagavad-Gita gebracht.
Krishna hat erklärt, daß Ishvara (der Gott-Vater, der Schöpfer, der
Höchste Purusha) existiert. Sein Wille wird durch den Brahman (den
heiligen Geist, den Höheren Purusha) realisiert. Der Gott kann vor den
Menschen als Avatar (der Gott-Sohn, Messias, Christus) erscheinen,
indem er sich im menschlichen Körper als ein Teil von Sich Selbst
verkörpert. Außerdem existiert die physische Substanz (Prakriti) und
evolutionierende individuelle Seelen (kollektiv — Purusha). Es besteht
noch Akasha, d.h. der diffuse Zustand von Prakriti und Purusha
(Protoprakriti und Protopurusha), die das Material für die Schaffung
der Materie und individueller Seelen darstellen.

Der Schöpfer befindet sich in der im Bezug auf die Welt der Materie
tiefsten Schicht (Loka, Äon, Räumlichkeit) des mehrdimensionalen
einheitlichen Absolutkörpers, einschließlich aller "gezeigten" (d.h.
materiellen) Welten unzählbarer Galaxien.
Der Absolut ist ein Einheitlicher Universalorganismus von für die
Menschen unüberschaubaren Dimensionen. Er ist mehrdimensional, d.h.
besteht aus einigen Schichten (Loken).

Das Leben des Absolutes ist seine weitere Entwicklung, die Evolution,
deren Mechanismus ist das qualitative und quantitative Wachstum des
individuellen Bewußtseins (der Seelen-Jiva) — der Teile von Purusha —
auf der Prakriti (Planetenmaterie) in den Körpern, die auch aus
Prakriti bestehen. Die Seelen sollen sich qualitativ und quantitativ
entwickeln, indem sie nach der Erlangung der Göttlichkeit, nach der
Vereinigung mit Brahman und Ishvara streben. Diejenigen Seelen, die von
diesem Pfad abweichen oder zurückgehen, verurteilen sich zu Leiden laut
dem Karma — Gesetz (dem Gesetz der kausal — folglichen Zusammenhänge
bei der Gestaltung der Schicksale).

Das sind die Hauptbestimmungen. Krishna hat in Bhagavad-Gita die
Prinzipien der sittlichen Selbstvervollkommnung des Menschen dargelegt.
Er hat unter anderen erklärt, daß ein notwendiges Element der
Wechselbeziehungen des Menschen und Ishvara die emotionale Liebe —
Ergebenheit zu Ihm sein soll. (Später unterrichteten und unterrichten
es Jesus Christus, Chaitanya, Babaji, Sathya Sai und Andere).

Aber diese Information ist nicht ausreichend für die volle
Selbstrealisierung der erfolgreichen geistigen Asketen: die Vereinigung
mit dem Schöpfer wird durch die meditative Praxis (im Grund Bhakti) und
nicht anders verwirklicht.
Eben meditative Übungen lassen das individuelle Bewußtsein beweglich,
raffiniert, groß, stark machen. Es besitzt dann die Fähigkeit, von Loka
zu Loka bis zum Aufenthaltsort des Schöpfers durchzudringen, wo Er
endgültig erkannt wird.

Dafür sollen die Asketen ein Schema, eine ausführliche Beschreibung des
meditativen Weges (Pfades), eine "Karte" seiner Marschroute haben. Ohne
sie ist es unmöglich weiterzukommen.

Früher hatte Gott "solche Karten" absichtlich nicht "veröffentlicht",
denn die Anstrengungen der Sucher, die Überwindung der Schwierigkeiten
der Suche entfalten sie, sowie auch den Autor dieses Textes, der nach
etwa 25 Jahren der angestrengten Arbeit solche Karten aufstellen konnte.

Jetzt aber auf der Schwelle des dritten Milleniums nach dem Eintreffen
des Avatars Christus auf die Erde, in der Krisenzeit für Rußland
segnete mich Gott, sie zu veröffentlichen.

Inhaltsverzeichnis:

— Die Struktur des Absolutes

— Über die Methodologie der Absoluterkenntnis

— Und was führt uns zu Ihm?

— Unser Lebenssinn und seine Verwirklichung

— Über das Mönchswesen

— Literaturverzeichnis

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