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Die Generation 50 plus braucht anwenderfreundliche Produkte

von : Finicky    


Gemäß einer neuen Studie sind viele Produkte für die Generation über 50 unbrauchbar. Erfolgreiche Produkte für ältere Konsumenten
sind an deren Fähigkeiten angepasst – und nicht umgekehrt. Die Produktmanager und ihre Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen sind häufig jung und können nicht wissen, wie Ältere auf ein neues Produkt reagieren. Ebenso wenig können sie sich in die Denkstrukturen älterer Menschen hineinversetzen.
Ältere Kunden probieren beispielsweise technische Geräte nicht einfach aus, bis sie selbst die richtige Bedienung herausfinden. Sie haben oft Schwierigkeiten mit fremdsprachlichen Gebrauchsanweisungen und viel zu häufig werden zu viele technische Kenntnisse vorausgesetzt. Oftmals sind Bedienungsknöpfe und -schalter zu klein und unübersichtlich oder mit Mehrfachbelegungen überladen. Auch Beschriftungen sind oft winzig und Farbkontraste zu schwach. Deshalb sei es wünschenswert, diese Zielgruppe in den gesamten Entwicklungsprozess mit einzubeziehen.
Die Kaufkraft der Kunden über 50 ist beträchtlich. So kaufen sie beispielsweise auf dem gesamten europäischen Markt 50 Prozent aller Neuwagen, 50 Prozent aller Gesichtspflegemittel und des Mineralwassers sowie 40 Prozent aller Milchprodukte. Sie sind also die heimlichen Könige unter den Kunden. Erst langsam nehmen Unternehmen den wachsenden Markt der Best Agers wahr. Die Studie belegt außerdem, dass das Konsumverhalten dieser Gruppe über die Zukunft vieler Unternehmen entscheiden wird. Diese Zielgruppe jedoch anzusprechen, dürfte sich als schwieriger erweisen als anzunehmen ist, da sie über eine jahrzehntelange Werbe- und Konsumerfahrung verfügt und sich nicht mit Billigangeboten locken lässt.
Einer anderen Marktuntersuchung zufolge sehen 34% der befragten Unternehmen den demographischen Wandel als negativ für das eigene Geschäft gegenüber nur 11 Prozent, die den Wandel positiv sehen. Die an den Handel gestellten Forderungen der älteren Kunden sind jedoch eindeutig: Mehr Beratung, eine verbesserte Serviceleistung und eine verbraucherfreundliche Ladengestaltung. So hört die Kundenfreundlichkeit oft an der Kasse auf. Ist der Einkauf erst einmal bezahlt, nimmt der Kunde die gekaufte Ware von einer winzigen Ablage und packt sie hastig in seine frei schwebende Einkaufstasche, während das Fließband schon die Waren des nächsten Kunden heranschafft.
Veröffentlicht am: April 05, 2006
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