Men not as tough as they seem - and risk health
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Veröffentlicht am: Februar 19, 2008
(Hamburg, 27. Feb, DPA)
Die meisten Männer mögen es, sich robust zu geben.
Aber sie sind genau so empfindlich wie jeder andere auch. Wird diese Realität nicht beachtet, was viele Männer tun, besteht die Gefahr von Gesundheitsrisiken.
Das "stärkere Geschlecht" erwartet oft viel vom Körper,
beachtet jedoch nicht die Warnsignale des Körpers.
Viele besuchen erst einen Arzt, wenn es zu spät ist und
könnten sich viel Leid durch präventive Untersuchungen
sparen. Deutsche Männer haben eine Lebenserwartung von etwa 76 Jahren, deutsche Frauen etwa 81. Laut einem Bericht des Robert Koch Institutes sterben im Alter zwichen 30 und 64 Jahren doppelt so viele
Männer wie Frauen. Männer gehen viel seltener als
Frauen zu Vorbeugeuntersuchungen als Frauen und gehen erst zum Arzt, wenn sie Schmerzen haben.
" Frauen leben in ihrem Körper. Männer benutzen
ihren Körper wie ein Werkzeug, und kümemrn sich
nicht darum", sagt Frank Sommervon der Universität in Hamburg, die in Deutschland als Einzige den Lehr-
stuhl für Studien über Gesundheit bei Männern innehat.
Experten sagen, dass Männer viele ihrer Gesundheits-
probleme selbst verschulden. Mehr deutsche Männer
als deutsche Frauen haben Übergewicht. Auch
rauchen, trinken und nehmen Männer häufiger illegale Drogen als Frauen. Dies geht aus einem Bericht des
Familienministeriums hervor. Männer haben auch
häufiger ernsthafte Unfälle und mehr Männer als Frauen
begehen Suizid. Die Anzahl der Frauen, die an De-
pressionen leiden, ist höher als die der Männer, sagt
Peter Falkai, Leiter der Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie an der Universität Göttingen. Aber die Gesellschaft scheint das zu akzeptieren. Dazu haben
Frauen gesündere Strategien, mit ihren Problemen umzugehen. "Sie reden mehr miteinander über Proble-me. Männer schlucken die Probleme herunter."
Was sollten Männer tun? Sommer schlägt regelmäßige
Untersuchungen vor. "Männer sollten ein Auge auf
ihre Risikofaktoren werfen", sagt Falkai und fügt hinzu:
"Sie bringen ihre Autos regelmäßig zur Inspektion."
Männer sollten besonders in Bezug auf geschlehchts-
spezifische Krankheiten vorsichtig sein. "Frauen lassen regelmäßig ihre Brüste untersuchen, und Männer
sollten das selbe mit ihren Hoden tun", sagt Sommer.
Hodenkrebs, der jährlich 4.300 Männer in Deutschland
betrifft, ist helbar, so lange er rechtzeitig entdeckt wird.
Prostatakrebs ist gefährlicher und ist eine der häu-
figsten Krebsarten unter Männern. Das Robert Koch
Institut sagt, es werden jährlich etwa 50.000 Fälle
angezeigt. Sommer schlägt vor, ab einem Alter von
45 Jahren regelmäßige Untersuchungen vornehmen zu lassen. Auch andere Krankheite wie Erektionsstö-
rungen sollten einem Arzt so schnell wie möglich
mitgeteilt werden. "Nicht weil es ein sexuelles Pro-
blem ist, aber wenn die zum Penis führenden Blut-
gefäße verengt sind, kann dies ein Zeichen eines Zerzinfarktes sein", sagt Sommer.