Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Wir sind
arm", stand in der Frankfurter Rundschau (wird bei der Auswahl
nicht angeboten), tja, wer ist
heute nicht arm? Ich verdiene netto 1200 Euro, das sind umgerechnet (ich rechne immer um!) in DM 2400, wow! Zu DM-Zeiten war das ein kleines Vermögen. Komisch, dass ich heute damit nicht auskomme. In dem Artikel "Wir sind arm", verdient die Mutter 850 Euro. Umgerechnet 1600 Euro, war zu DM-Zeiten auch ein passables Einkommen. Was ist da passiert?
Eigentlich ganz einfach zu erklären. Wir müssen für alles doppelt soviel bezahlen wie zuvor. Das fängt im Restaurant an, man bekam damals für 8 DM ein Schnitzel und Pommes, heute bekomme ich auch noch ein Schnitzel mit Pommes, zahle dafür aber 9 bis 10 Euro! Dies nur ein banales Beispiel. Ein anderes Beispiel, früher gab es mal in Discounterläden, T-shirts für 5 DM, heute freut man sich, wenn es mal ein T-shirt für 5 Euro gibt, was eher selten der fall ist. Und so kann man das weiterführen und unzählige Beispiele aufführen. Und wer kontrolliert das eigentlich? Warum mußte die Mehrwertsteuer so hoch angesetzt werden ohne Lohnausgleich?? Warum ist es nicht strafbar, ständig die Preise so orbinat in die Höhe zu treiben, warum sind wir gezwungen zum Gammelfleisch zu greifen, warum schützt uns niemand?
Die süffisante Bemerkung eines Sternekochs, man sollte beim Fleischkauf halt auf Qualität achten und nicht im discounter einkaufen, wäre ein Grund ihn an den Pranger zu stellen. Eine bodenlose Frechheit! Zudem finde ich die unendlichen Kochsendungen im Fernsehen eine Zumutung für jeden von uns und besonders für Hartz IV Empfänger. Toll, jeder weiss nun, wie man eine Entenbrust am besten zubereitet, nur leisten kann es sich keiner. Warum schauen wir uns diesen Schrott eigentlich an!
Um ein lebenswertes Leben führen zu können, müßte jeder mindestens 2000 Euro netto verdienen. Es ist im Grunde eine Schande für Deutschland, dass die Bürger dieses Landes zu 80% am Hungertuch nagen. Die Auswirkungen für die Zukunft werden wir noch miterleben dürfen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis diese Seifenblase platzt. Die Augenwischerei der offiziellen Arbeitslosenzahlen, und der künstliche Optimismus, wenn die Zahlen anscheinend sinken, heißt wohl, dass jedes Jahr so und soviel Menschen einfach verhungert sind. Und tote Menschen fallen aus der Statistik. So kann man es auch machen.
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