Die Wirtschafts- und Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Europäischen Union
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Veröffentlicht am: April 21, 2006
Die Soziale
Marktwirtschaft folgt etwa dem folgenden Prinzip: so viel Freiheit wie möglich,
so viel Staat wie nötig. Dies soll bedeuten, dass Individuen in ihren
wirtschaftlichen Aktivitäten frei sind, unabhängig davon, welche Rolle sie letztendlich
auf dem Markt spielen (die der Verkäufer, der Käufer oder der die Waren
herstellenden Unternehmen). Der Markt regelt sich über Angebot und Nachfrage
und mithilfe des funktionsfähigen Wettbewerbs. Die Marktwirtschaft ist jedoch
nicht völlig sich alleine überlassen. Der Staat greift ein, um negative
wirtschaftliche Folgen zu beseitigen, sozialen Ausgleich zu schaffen und die
sozial Schwächere zu unterstützen.
Das
Wirtschaftswunder der 50er Jahre beweist die Leistungsfähigkeit der Sozialen
Marktwirtschaft. Die Wirtschaftspolitik Ludwig Erhard führte zum enormen
Wirtschaftswachstum der infolge des Krieges zerstörten deutschen Wirtschaft,
sicherte den BRD-Bürgern hohen Lebensstandard und ließ Westdeutschland mit
Wohlstand und hoher Qualität der dort hergestellten Güter assoziieren.
Heutzutage
gehört dieses Wirtschaftswunder bereits der Vergangenheit an. Die
Bundesrepublik hat viele Probleme, insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit und
den Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit als „Standort Deutschland“
zu bekämpfen und versucht seit der Wiedervereinigung vergeblich einen sozialen
Ausgleich zwischen Ost und West zu schaffen. Die Wirtschaftspolitik ist derzeit
nicht eindeutig und schwankt zwischen mehr Wettbewerb mit Eigenverantwortung
der Bürger und mehr Sozialstaat.